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Nationalpark Unteres Odertal

Die Singschwäne lassen ein lautes, klagendes Trompeten erklingen.
Foto: djd/Tourismusverein Nationalpark Unteres Odertal/A. Werbel

Die majestätischen Kraniche werden auch als "Vögel des Glücks" bezeichnet. Foto: djd/Nationalpark Unteres Odertal/D. Andrzejczyk

Amberg (djd|da) - Wenn über der verwunschenen Auenlandschaft im Unteren Odertal die Sonne aufgeht, erheben sich Tausende Kraniche aus dem Morgennebel. Laut rufend starten sie in großen Gruppen ihren Formationsflug über den Altarmen der Oder. An klaren Herbsttagen lassen sich die majestätischen Vögel auf den umliegenden Feldern gut bei der Futtersuche beobachten. Bei Sonnenuntergang schweben sie wieder klangvoll über der Oderniederung ein und weisen damit auch Neuankömmlingen aus dem Norden den Weg. Rund 15.000 Kraniche rasten jedes Jahr im Herbst im Nationalpark Unteres Odertal, bevor sie in den warmen Süden fliegen. Einer der größten Sammelplätze während der Zeit des Vogelzuges liegt im Norden des Nationalparks Unteres Odertal beim deutsch-polnischen Grenzstädtchen Gartz. Dort lädt vom 28. September bis 7. Oktober die Internationale Kranichwoche zu vielen Veranstaltungen ein.

Weithin ist der Ruf der Kraniche zu hören, die im Formationsflug auf ihrem Weg gen Süden im Unteren Odertal rasten. Foto: djd/Tourismus-verein Nationalpark Unteres Odertal/D. Andrzejczyk

Wenn die Schwäne rufen

Ab November wird der Nationalpark im Nordosten Brandenburgs erneut zum Schauplatz für weithin hörbare Vogelkonzerte: Bis zu 2.000 Sing-
schwäne aus dem hohen skandinavischen Norden suchen die Auenwiesen auf, um hier zu überwintern. Und ab Januar, wenn die Tage über der märchenhaft überschwemmten Flusslandschaft wieder länger werden, tun sie sich in Paaren zusammen. Jetzt erfüllen ihre weithin hörbaren trompetenartigen Rufe noch häufiger die frische Winterluft. Gut beschilderte Wander- und Radwege führen von den beschaulichen Dörfern am Rand des Nationalparks zu reizvollen Aussichtspunkten und Beobachtungstürmen, wo das Naturschauspiel eindrucksvoll zu erleben ist. Während der Singschwantage vom 18. bis 20. Januar bietet das Nationalzentrum in Criewen bei Schwedt an der Oder auch geführte Beobachtungstouren zu den Balzplätzen der eleganten Singschwäne an. Informationen sowie Wanderwege, Radtouren und Ausflugstipps sind unter www.unteres-odertal.de zu finden.

Farben und Klänge der Natur

Das urwüchsige Untere Odertal zwischen Berlin und Stettin ist Deutsch-
lands einziger Flussauen-Nationalpark und das erste große grenzüber-
schreitende Naturschutzgebiet mit Polen. Die Ruhe und Weite im Na-
tionalpark Unteres Odertal birgt zu jeder Jahreszeit einen der arten-
reichsten Lebensräume Deutschlands, in dem zum Beispiel auch Seeadler und Schwarzstörche, Biber und sogar Wölfe leben. Durch die Auenlandschaft und entlang der angrenzenden Hänge mit ihren dichten Laubwäldern und blüten-
reichen Trockenrasen führen zahlreiche Rad-, Kanu- und Wanderwege, auf denen man das ganze Jahr über die Farben, Klänge und Stimmungen der Natur hautnah erleben kann.

Auf den umliegenden Feldern suchen die Kraniche nach Nahrung, um sich für den weiten Vogelzug gen Süden zu stärken. Foto: djd/Tourismus-verein Nationalpark Unteres Odertal-

Veranstaltungen im Unteren Odertal

Die Internationale Kranichwoche lädt vom 28. September bis 7. Oktober rund um das Städtchen Gartz an der Oder ein zu Vogel-
beobachtungen auf geführten Wanderungen, Radrundfahrten, Kanutouren oder Kremserfahrten. Ausstellungen und Vorträge über die "Vögel des Glücks" geben interessante Einblicke in die Welt der majestätischen Kraniche. Bei den Singschwantagen vom 18. bis 20. Januar bietet der Nationalpark Unteres Odertal Ex-
kursionen zum klangvollen Naturschauspiel der schneeweißen Zugvögel an, mit etwas Glück ist sogar die beeindruckende Grup-
penbalz zu beobachten. Im Nationalparkzentrum in Criewen gibt es Vorträge und Veranstaltungen. Mehr Informationen findet man unter www.unteres-odertal.de

Zu Tausenden überwintern Singschwäne, die den Sommer im hohen Norden Skandinaviens verbracht haben, im Unteren Odertal. Foto: djd/Tourismus-verein Nationalpark Unteres Odertal Im Winter überschwemmt die Oder im Nordosten Brandenburgs die Flussauen und verzaubert die Landschaft an der deutsch-polnischen Grenze. Foto: djd/Tourismusverein Nationalpark Unteres Odertal/Swantje Molzahn