Kunstfestival an besonderen Orten

Denkmalkunst-Festival

Nicht immer erfordert eine Gemäldeaus-stellung klassische, weiße Galeriewände – vor dem rohen Mauerwerk des Brauereikellers wurde das Kunstwerk ausdrucksstark in Szene gesetzt. (Foto: epr/Fachwerk5Eck)

Amberg (epr|wro) - „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, das wusste schon Pablo Picasso. Sie berauscht die Sinne, beflügelt die Phantasie und zeigt sich in unzähligen Formen. Während der eine sich in Museen gerne von den Gemälden zeitgenössischer Künstler beeindrucken lässt, lauscht ein anderer lieber den Arien italienischer Opernsänger.

Wer den Facettenreichtum der Kunst gerne an ungewöhnlicheren Orten als Galerien oder Museen erleben möchte, ist vom 29. September bis zum 8. Oktober beim Denk-
malkunst-Festival im Fachwerk5Eck in Südniedersachsen bestens aufgehoben. Was
darf es sein: Zarte Sanfte Klänge in einer seit Jahren leerstehenden, ehemaligen Un-
ternehmer-Villa, große Ölleinwände in einem ungenutzten Kellergewölbe, Comedy
in einem sanierungsbedürftigen Fachwerkhaus oder Skulpturen im Turm der mittel-
alterlichen Stadtmauer? Die fünf Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz laden dazu ein, sich in die historischen Gebäude, Keller und Höfe hineinziehen zu lassen und den besonderen Charme der betagten Gemäuer zu erleben.

Vom Ausstellungsort inspiriert: Aus den Kohlen im Keller von Kohlen-Hesse in Hann. Münden gestaltete die Künstlerin Charlotte Schütz aus Wilhelmshausen eine Installation aus Kohlenkäfern. (Foto: epr/Astrid Burkhard)

Die meisten der Festivalorte sind leerstehende oder untergenutzte Gebäude, die gewöhnlich nicht betreten werden können. Künstler aus ganz Deutschland fühlen sich angesprochen, in den Räumen mit rohem Mauerwerk oder Tapeten der 60er Jahre ihre Malerei und Skulpturen sowie ihr Kunsthandwerk auszustellen oder Musik, Lesungen, Theater, Lichtinstallationen und viele weitere kreative Ideen zu präsentieren. Für die Besucher erschließt sich die Schönheit der Orte dadurch in einer besonderen Weise. Alle fünf Städte haben eine lange, bis ins Mittelalter reichende Geschichte – das Stadtbild ist von Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten geprägt. Die Region ist vielseitig und umfasst neben Ausläufern des Harzes und des Weserberglands auch das Eichsfeld und das Leinetal. Bereits vier Mal fand das Denkmalkunst-Festival in Hann. Münden statt und lockte viele Interessierte aus nah und fern an. 2017 wird es nun erstmals gleichzeitig in den fünf Städten des Fachwerk5Ecks ausgerichtet. Die Dauerkarte für neun Festivaltage ist in allen Städten und für alle Veranstaltungen gültig und kostet maximal 25 Euro. Weitere Informationen zu den bildenden und darstellenden Künstlern, dem Programm und der Ticketbestellung gibt es unter www.festival-dkkd.de

(Foto: epr/Fachwerk5Eck)


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