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Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Cem Özdemir macht Kurzpraktikum beim Kfz-Gewerbe in Sachen Diesel-Nachrüstung v. l.. Jürgen Karpinski, Cem Özdemir, Wilhelm Hülsdonk, Thomas Peckruhn. Bild: obs/Zentralverband Deutsches Kraftfahr-zeuggewerbe/ProMotor

Bonn (ots|wro) - Eine gesetzliche Regelung für die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Bei einem Nachrüst-Kurzpraktikum des Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir bei Auto Schmitt in Frankfurt am Main sagte ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk, dass "nach unserem aktuellen Verständnis für rund 95 Prozent aller Dieselkraftfahrzeugtypen ein Nachrüstsystem entwickelt werden kann". In der Werkstatt des Autohauses von ZDK-Präsident Jürgen Karpinski informierte sich Cem Özdemir über das Diesel-Nachrüstsystem der Twintec Baumot Group für einen Volkswagen Passat mit Euro 5-Norm. Cem Özdemir, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen: "Unsere Kraftfahrzeugbranche hat die Technik und das Know-how dafür, den Diesel nachzurüsten. Jetzt muss die Politik klar mit Richtlinien dafür sorgen, dass die Leute, die sich im guten Glauben einen Diesel gekauft haben, nachher nicht die Gelackmeierten sind. Der Diesel muss wirkungsvoll nachgerüstet werden, damit sie am Ende nicht in die Fahrverbote reinfahren. Das gute ist, wir haben die Unternehmen dafür, die die Nachrüstung machen können. Diejenigen, die hart gespart haben für ihren Diesel, dürfen nachher nicht die Leidtragenden sein."

Marcus Hausser, Vorstandsvorsitzender der Baumot Group AG: "Unabhängige Messungen mit unserem BNOx-System haben bewiesen, dass mit einer Nachrüstung echte Euro 6-Werte erreicht werden. Wir gehen absolut konform mit dem Kfz-Gewerbe, dass in so gut wie allen Fällen eine Nachrüstung möglich ist und mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent des BNOx-Systems Fahrverbote abgewendet werden können. Sobald die entsprechenden Regelungen von der Politik verabschiedet worden sind, werden wir das System für alle in Frage kommenden Fahrzeuge anpassen."

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski: "Seit unserem Vorstandsbeschluss vom Mai dieses Jahres kämpfen wir für eine Hardware-Nachrüstung für Diesel-Fahrzeuge. Täglich erleben wir in unseren Kfz-Betrieben, dass die Menschen verunsichert sind und wegen drohender Fahrverbote einen großen Bogen um den Diesel machen. Euro 5-Fahrzeuge stehen wie Blei bei den Händlern, und Kundenfahrzeuge verlieren an Wert. Daher muss alles dafür getan werden, diese Fahrzeuge mit Hardware-Nachrüstung zukunftsfähig zu machen. Denn der Dieselantrieb ist sparsam und effizient und für das Erreichen des CO2-Grenzwerts von 95 Gramm pro Kilometer ab 2020 unverzichtbar."

Cem Özdemir macht Kurzpraktikum beim Kfz-Gewerbe. Cem Özdemir, Jürgen Karpinski (ZDK), Thorsten Haake (Baumot), Thomas Peckruhn, Wilhelm Hülsdonk (beide ZDK) und Markus Hausser (Baumot) v. l. Bild: obs/Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe/ProMotor


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