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Solarwirtschaft

Amberg (epr|wro) - Millionen Mieterinnen und Mieter könnten ihre Stromrechnung spürbar senken und Teil der Energiewende werden. Möglich machen das die neuen solaren Mieterstrommodelle, die auf zunehmendes Interesse von Stadtwerken, Wohnungsunternehmen und Hausver-
waltungen stoßen. Allein in den zwanzig größten deutschen Städten könnten rund 1,4 Millionen Menschen preiswerten Solarstrom vom Dach ihres Mietshauses beziehen. Das haben der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der Deutsche Mieterbund, der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands und der Bundesverband Solarwirtschaft ermittelt.

Eine Mieterstromanlage in Berlin Adlershof. (Foto: epr/Berliner Energieagentur)

Für die schnelle Verbreitung solarer Mieterstromangebote ziehen die vier Verbände nun an einem Strang. „Wir möchten die Energiewende in die Städte bringen und möglichst viele Menschen an den Kostenvorteilen der Solarenergie teilhaben lassen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Solarstrom sei inzwischen oft günstiger als der Strom vom Energieversorger. „„Mit Mieterstrom können sich Mieter erstmals aktiv und ganz bewusst für saubere Energie, für Umwelt- und Klimaschutz entscheiden. Letztlich wird der Erfolg dieser Modelle aber davon abhängen, ob Mieter tatsächlich auch einen nennenswerten finanziellen Vorteil haben“, sagt Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes. „Mieterstromprojekte sind ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Energiewende im Wohngebäudebereich“, betont Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

Schließlich verursacht vor Ort erzeugter Solarstrom keine schädlichen Treibhausgase. „Wir brauchen so viele ungenutzte Dachflächen wie möglich, um in den Städten die kommunalen Klimaschutzziele zu erreichen“, so Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundes-
verbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschland. Mieterstrom ist Solarstrom, der auf einem Gebäude erzeugt und direkt in die einzelnen Wohnungen dieses Gebäudes geliefert wird. Weil dabei kein allgemeines Versorgungsnetz genutzt werden muss, enthält der Preis keine staatlichen Abgaben wie Netznutzungsentgelte, Konzess-
ionsabgaben, KWK-Umlage oder Stromsteuer. Lediglich die Mehrwert-

steuerpflicht und die EEG-Umlage von derzeit knapp 7 Cent je Kilo-
wattstunde gelten auch für Mieterstrom. Damit die Betreiber der Solarstromanlagen dennoch einen guten Preis anbieten können, erhalten sie dank des neuen Mieterstromgesetzes einen staatlichen Zuschlag von bis zu 3,8 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom. Dafür muss der Strompreis für die Mieterinnen und Mieter mindestens zehn Prozent günstiger sein als der örtliche Grundversorgertarif. Mehr Informationen zum Thema Mieterstrom, einen kostenlosen Leitfaden und Hinweise zum neuen Mieterstromgesetz bietet die von der Deut-
schen Bundesstiftung Umwelt geförderte Webseite
www.sonne-teilen.de

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